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Alle Werte laut Hersteller, Stand 27.10.2026. Keine Eigenmessung, kein Test.
Bosch UniversalDetect Ortungsgerät — Metall 100 mm, Leitung 50 mm, Holz 25 mm, 4 × AAA (06036813Z0)
nach Datenblatt bewertet- Ortungstiefe Metall, max. (magnetisch bzw. alle Metalle) 100 mm
- Ortungstiefe spannungsführende Leitung, max. 50 mm
- Ortungstiefe Holz-Unterkonstruktion/Balken, max. 25 mm
- Ortet Holz-Unterkonstruktionen laut Hersteller ja
Daten laut bosch-diy.com
Bosch Truvo Leitungssucher, 2. Generation — Metall 70 mm, Leitung 50 mm, 150 g, 3 × AAA (06036812Z0)
nach Datenblatt bewertet- Ortungstiefe Metall, max. (magnetisch bzw. alle Metalle) 70 mm
- Ortungstiefe spannungsführende Leitung, max. 50 mm
- Stromversorgung laut Hersteller 3 × 1,5 V LR03 (AAA)
- Abschaltautomatik nach 10 min
Daten laut bosch-diy.com
- Ortungstiefe Metall, max. (magnetisch bzw. alle Metalle) 120 mm
- Ortungstiefe Nichteisenmetall/Kupfer, max. (nur wenn getrennt genannt) 120 mm
- Ortungstiefe spannungsführende Leitung, max. 60 mm
- Ortungstiefe Holz-Unterkonstruktion/Balken, max. 38 mm
Daten laut bosch-professional.com
Über dem Sofa soll ein Regal hängen, und genau dort könnte die Leitung zur Wandlampe laufen. Ein Leitungssucher zeigt vor dem Bohren, ob in der Wand Strom, Metall oder ein Holzbalken liegt. Wie tief er dabei schaut, steht im Datenblatt, und die Werte gehen weiter auseinander, als die Verpackungen vermuten lassen.
Ausgewertet habe ich 5 Ortungsgeräte: Bosch Truvo und UniversalDetect, Bosch Professional D-tect 120 sowie Laserliner MultiFinder Plus und MultiScanner Plus. Ein Leitungssucher ist ein kleines Ortungsgerät, ein Wandscanner ein größeres mit mehreren Modi; das Prinzip ist gleich.
Für Leitungen nennen die Hersteller 40 bis 60 mm, für Metall bis 120 mm
Jeder Hersteller nennt Höchstwerte, getrennt nach dem, was gesucht wird:
| Gerät | Spannungsführende Leitung (mm) | Metall (mm) | Holz (mm) |
|---|---|---|---|
| Bosch Truvo | 50 | 70 | nicht genannt |
| Bosch UniversalDetect | 50 | 100 | 25 |
| Bosch Professional D-tect 120 | 60 | 120 | 38 |
| Laserliner MultiFinder Plus | 40 | 100 (Eisen), 50 (Kupfer) | 40 |
| Laserliner MultiScanner Plus | 40 | 120 (Eisen), 100 (Kupfer) | 20 |
Die Leitungstiefe ist die Zahl, auf die es beim Bohren ankommt. Eine Stromleitung besteht aus Kupfer, und Kupfer ortet der Metallmodus bei Laserliner nur bis 5 cm (MultiFinder Plus). Bosch nennt bei Truvo und UniversalDetect eine Tiefe für alle Metalle zusammen. Der Metallwert von 100 oder 120 mm gilt vor allem für Eisen, also Armierung oder Stahlrohre.
Eine Leitung ohne Strom findet der Spannungsmodus nicht
Der Modus für spannungsführende Leitungen reagiert auf das Wechselfeld einer Leitung, die unter Spannung steht. Ist der Verbraucher abgeschaltet oder die Sicherung raus, bleibt er stumm. Laserliner schreibt dazu, im Metallmodus würden auch nicht spannungsführende Leitungen unter Putz gefunden, und nennt für beide Geräte 4 cm. Bosch nennt für die drei Geräte im Vergleich keine eigene Tiefe für Leitungen ohne Strom.
Für Trockenbauwände und Holzständer zählt der Holzwert. Bosch Truvo nennt Holz nicht als ortbares Material; wer in Gipskarton einen Ständer sucht, braucht eins der anderen vier Geräte. Wie man Gipskarton erkennt und befestigt, steht bei den Dübeln für Gipskarton.
5 Leitungssucher im Vergleich
| Modell | Ortungstiefe Metall, max. (magnetisch bzw. alle Metalle) (mm) | Ortungstiefe Nichteisenmetall/Kupfer, max. (nur wenn getrennt genannt) (mm) | Ortungstiefe spannungsführende Leitung, max. (mm) | Ortungstiefe Holz-Unterkonstruktion/Balken, max. (mm) | Ortet laut Hersteller auch nicht spannungsführende Leitungen | Ortet Holz-Unterkonstruktionen laut Hersteller | Stromversorgung laut Hersteller | Betriebsdauer laut Hersteller, ca. (h) | Abschaltautomatik nach (min) | Gewicht laut Hersteller (Bezug in Klammern) (kg) | Lieferumfang laut Hersteller |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bosch Professional D-tect 120 Wandscanner — Metall 120 mm, Leitung 60 mm, Holz 38 mm, 4 × AA oder 12-V-Akku (0601081303) Preis prüfen | 120 mm | 120 mm | 60 mm | 38 mm | k. A. | ja | 4 × 1,5 V LR6 (AA) mit Batterieadapter oder 12-V-Akku von Bosch Professional | k. A. | 5 min | 0,5 (Bezug nicht genannt) | Gerät, 4 Batterien AA, Batterieadapter, Schutztasche |
| Bosch UniversalDetect Ortungsgerät — Metall 100 mm, Leitung 50 mm, Holz 25 mm, 4 × AAA (06036813Z0) Preis prüfen | 100 mm | k. A. | 50 mm | 25 mm | k. A. | ja | 4 × 1,5 V LR03 (AAA) | k. A. | 5 min | 0,34 (Bezug nicht genannt) | Gerät, 4 Batterien AAA, eCommerce-Karton |
| Laserliner MultiFinder Plus Ortungsgerät — Eisen 100 mm, Kupfer 50 mm, Leitung 40 mm, 9-V-Block (080.965E) Preis prüfen | 100 mm | 50 mm | 40 mm | 40 mm | ja | ja | 1 × 9-V-Block 6LR61 | 5 h | k. A. | 0,23 (inkl. Batterie) | Gerät, Batterie |
| Laserliner MultiScanner Plus Ortungsgerät — Eisen 120 mm, Kupfer 100 mm, Leitung 40 mm, Li-Ion-Akku mit USB-C (080.967A) Preis prüfen | 120 mm | 100 mm | 40 mm | 20 mm | ja | ja | Li-Ion-Akkupack 3,7 V / 0,3 Ah, Laden per USB-C | 3 h | k. A. | 0,178 (inkl. Akkupack) | Gerät, Li-Ion-Akkupack, USB-C-Kabel, Tragekoffer |
| Bosch Truvo Leitungssucher, 2. Generation — Metall 70 mm, Leitung 50 mm, 150 g, 3 × AAA (06036812Z0) Preis prüfen | 70 mm | k. A. | 50 mm | k. A. | k. A. | k. A. | 3 × 1,5 V LR03 (AAA) | k. A. | 10 min | 0,15 (Bezug nicht genannt) | Gerät, 3 Batterien AAA, Schnell-Start-Anleitung, eCommerce-Karton |
Alle Maße und Angaben sind Herstellerangaben, sofern nicht als eigene Messung gekennzeichnet. Fehlende Werte stehen als „k. A.“ in der Tabelle.
Quellen: 5 von 5 Modellen mit Datenblatt
Alle Werte stammen von den Produktseiten der Hersteller, abgerufen am 27.10.2026: Bosch DIY (Truvo 06036812Z0, UniversalDetect 06036813Z0), Bosch Professional (D-tect 120, 0 601 081 303) und Laserliner (MultiFinder Plus 080.965E, MultiScanner Plus 080.967A). Keine Eigenmessung, kein Test an einer Wand. Alle Ortungstiefen sind Höchstwerte des Herstellers; wie tief ein Gerät in einer bestimmten Wand tatsächlich ortet, hängt laut Herstellern vom Material, vom Objekt und von der Handhabung ab. Bosch nennt bei Truvo und UniversalDetect eine gemeinsame Tiefe für alle Metalle, Laserliner trennt magnetisches und nicht magnetisches Metall; nur Laserliner nennt eine Tiefe für nicht spannungsführende Leitungen (4 cm). Holz-Unterkonstruktionen ortet Truvo laut Produktseite nicht, eine ausdrückliche Verneinung fehlt. Ja/Nein-Felder sind nur gesetzt, wenn der Hersteller es nennt; ein leeres Feld heißt „nicht angegeben“.
- Bosch Professional D-tect 120 Wandscanner — Metall 120 mm, Leitung 60 mm, Holz 38 mm, 4 × AA oder 12-V-Akku (0601081303) bosch-professional.com abgerufen 27.10.2026
- Bosch UniversalDetect Ortungsgerät — Metall 100 mm, Leitung 50 mm, Holz 25 mm, 4 × AAA (06036813Z0) bosch-diy.com abgerufen 27.10.2026
- Laserliner MultiFinder Plus Ortungsgerät — Eisen 100 mm, Kupfer 50 mm, Leitung 40 mm, 9-V-Block (080.965E) laserliner.com abgerufen 27.10.2026
- Laserliner MultiScanner Plus Ortungsgerät — Eisen 120 mm, Kupfer 100 mm, Leitung 40 mm, Li-Ion-Akku mit USB-C (080.967A) laserliner.com abgerufen 27.10.2026
- Bosch Truvo Leitungssucher, 2. Generation — Metall 70 mm, Leitung 50 mm, 150 g, 3 × AAA (06036812Z0) bosch-diy.com abgerufen 27.10.2026
Was die Tabellenwerte bedeuten
- Ortungstiefe ist der Höchstwert des Herstellers („max.“). Wie viel davon in einer bestimmten Wand bleibt, nennt kein Hersteller.
- Metall heißt bei Bosch alle Metalle, bei Laserliner magnetisches Metall (Eisen). Kupfer steht getrennt, wenn der Hersteller es trennt.
- Holz meint Holz-Unterkonstruktionen und Balken hinter Platten, keine massive Holzwand.
- Genauigkeit nennt nur Bosch beim D-tect 120: ±10 mm. Die Markierung auf der Wand ist also ein Bereich, kein Punkt.
Installationszonen helfen, versprechen aber nichts
Wo Leitungen in der Wand liegen sollen, regelt die Norm DIN 18015-3 mit waagerechten und senkrechten Installationszonen. Die Norm gibt aber keine Gewähr, dass eine bestimmte Wand danach gebaut wurde; sie gilt nur für Anlagen, die nach ihr geplant und errichtet wurden. Die Zonen mit Quelle und Datum:
Installationszonen nach DIN 18015-3: Wo Leitungen in der Wand liegen sollen · geprüft am 19.10.2026
| Zone | Lage | Breite/Abstand | Quelle | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| ZW-o | obere waagerechte Zone | 15–45 cm unter der Deckenbekleidung | BauNetz Wissen nach DIN 18015-3:2016-09 | baunetzwissen.de |
| ZW-m | mittlere waagerechte Zone (Räume mit Arbeitsflächen vor der Wand) | 100–130 cm über dem Fußboden | BauNetz Wissen nach DIN 18015-3:2016-09 | baunetzwissen.de |
| ZW-u | untere waagerechte Zone | 15–45 cm über dem Fußboden | BauNetz Wissen nach DIN 18015-3:2016-09 | baunetzwissen.de |
| ZW (alle) | waagerechte Zonen | max. 30 cm breit | de 21/2007 zu DIN 18015-3:2007-09 | elektro.net |
| ZS-t | senkrecht neben Türen | 10–30 cm neben der Rohbaukante | BauNetz Wissen nach DIN 18015-3:2016-09 | baunetzwissen.de |
| ZS-f | senkrecht neben Fenstern | 10–30 cm neben der Rohbaukante | BauNetz Wissen nach DIN 18015-3:2016-09 | baunetzwissen.de |
| ZS-e | senkrecht an Wandecken | 10–30 cm neben der Rohbauecke | BauNetz Wissen nach DIN 18015-3:2016-09 | baunetzwissen.de |
| ZS (alle) | senkrechte Zonen | max. 20 cm breit | de 21/2007 zu DIN 18015-3:2007-09 | elektro.net |
| ZD-r | auf der Decke im Raum | max. 30 cm breit, mind. 20 cm Wandabstand | BauNetz Wissen nach DIN 18015-3:2016-09 | baunetzwissen.de |
| ZD-t | auf der Decke im Türdurchgang | max. 30 cm breit, mind. 15 cm Wandabstand | BauNetz Wissen nach DIN 18015-3:2016-09 | baunetzwissen.de |
| AZW-o / AZW-u | außen, waagerecht oben/unten | 20–40 cm unter der Innendecke / über dem Fußboden | BauNetz Wissen nach DIN 18015-3:2016-09 | baunetzwissen.de |
| AZS-t / AZS-f | außen, senkrecht an Türen/Fenstern | 10–30 cm neben der Rohbaukante | BauNetz Wissen nach DIN 18015-3:2016-09 | baunetzwissen.de |
| AZS-w | außen, senkrecht an Wandkanten | 50–70 cm neben der Rohbaukante | BauNetz Wissen nach DIN 18015-3:2016-09 | baunetzwissen.de |
| Vorzugshöhe | Schalter / Steckdose unten / über Arbeitsflächen | 105 cm / 30 cm / 115 cm über fertigem Fußboden | BauNetz Wissen; de 21/2007 (115 cm) | baunetzwissen.de |
Maße nach DIN 18015-3 für Anlagen, die nach dieser Norm geplant und errichtet wurden – keine Gewähr für Altbauten oder nicht normgerechte Installationen. Den Normtext selbst (DIN Media, kostenpflichtig) haben wir nicht eingesehen; Maße aus Fachbeiträgen, die die Norm wiedergeben. Abruf 19.10.2026.
- DIN 18015-3:2016-09 — Die Norm DIN 18015-3 (aktuelle Ausgabe 2016-09) gilt für unsichtbar verlegte elektrische Leitungen sowie Anschlüsse, Schalter und Steckdosen in Anlagen, die nach der Normenreihe DIN 18015 geplant und errichtet werden. Zweck ist, Leitungen auf festgelegte Zonen zu beschränken, damit sie bei späteren Arbeiten an Wänden, Decken und Böden möglichst nicht beschädigt werden. dinmedia.de
- keine Gewähr im Bestand — Eine Gewähr, dass Leitungen in einer bestimmten Wand tatsächlich in diesen Zonen liegen, gibt die Norm nicht, denn sie gilt nur für Anlagen, die danach geplant und errichtet wurden. Die älteste bei DIN Media gelistete Ausgabe der DIN 18015-3 stammt von 1982-06 (zurückgezogen); über ältere oder nicht normgerecht ausgeführte Installationen trifft die Norm keine Aussage. dinmedia.de
- ZW-o 15–45 cm unter Decke · ZW-u 15–45 cm über Boden · ZW-m 100–130 cm — Waagerechte Installationszonen nach DIN 18015-3:2016-09: ZW-o liegt 15 bis 45 cm unter der Deckenbekleidung, ZW-u 15 bis 45 cm über dem Fußboden, ZW-m 100 bis 130 cm über dem Fußboden. baunetzwissen.de
- ZS-t / ZS-f / ZS-e 10–30 cm — Senkrechte Installationszonen nach DIN 18015-3:2016-09: ZS-t an Türen, ZS-f an Fenstern und ZS-e an Wandecken liegen jeweils im Bereich von 10 bis 30 cm neben der Rohbaukante bzw. Rohbauecke. baunetzwissen.de
- max. 30 cm waagerecht, max. 20 cm senkrecht — Waagerechte Installationszonen sind höchstens 30 cm breit, senkrechte höchstens 20 cm; die mittlere waagerechte Zone ZW-m ist für Räume mit Arbeitsflächen vor den Wänden vorgesehen, etwa Küchen (Fachbeitrag in „de – Das Elektrohandwerk“ 21/2007 zur Ausgabe DIN 18015-3:2007-09). elektro.net
- Stichleitung senkrecht zur Dose — Schalter, Steckdosen oder Auslässe, die nicht in einer Installationszone sitzen, müssen nach DIN 18015-3 mit einer senkrechten Stichleitung aus der nächstgelegenen waagerechten Zone versorgt werden. baunetzwissen.de
- Schalter 105 cm · Steckdose unten 30 cm — Vorzugshöhen für Schalter und Steckdosen nach DIN 18015-3: im mittleren Bereich 105 cm über dem fertigen Fußboden (in Küchen und Hausarbeitsräumen sind Abweichungen möglich), im unteren Bereich 30 cm über dem fertigen Fußboden. baunetzwissen.de
- über Arbeitsflächen 115 cm — Schalter und Steckdosen über Arbeitsflächen sollen laut Fachbeitrag zur DIN 18015-3 etwa 115 cm über dem fertigen Fußboden liegen; bei individuell geplanten Küchen sind andere Höhen möglich. elektro.net
- ZD-r 20–50 cm · ZD-t 15–45 cm von der Wand — Für Leitungen auf der Decke legt die Norm eine Zone ZD-r im Raum fest (höchstens 30 cm breit, mindestens 20 cm Abstand zur Wand) und eine Zone ZD-t im Türdurchgang (höchstens 30 cm breit, mindestens 15 cm Wandabstand). baunetzwissen.de
- Außenzonen seit Ausgabe 2016-09 — Die Ausgabe DIN 18015-3:2016-09 ersetzt die Ausgabe 2007-09 und legt erstmals Installationszonen für die Außenseiten von Außenwänden fest (z. B. AZW-o 20 bis 40 cm unter der Innendecke, AZS-w 50 bis 70 cm neben der Rohbaukante). dinmedia.de
Wer beim Orten auf eine Leitung trifft, bohrt woanders. Wer an der elektrischen Anlage selbst arbeiten darf, regelt die Niederspannungsanschlussverordnung:
Elektroarbeiten: Wer darf an der Hausinstallation arbeiten? · geprüft am 19.10.2026
- Verantwortung beim Anschlussnehmer — Für Errichtung, Erweiterung, Änderung und Instandhaltung der elektrischen Anlage hinter der Hausanschlusssicherung ist gegenüber dem Netzbetreiber der Anschlussnehmer verantwortlich – in der Regel der Eigentümer. Das bleibt auch so, wenn er die Anlage vermietet hat (§ 13 Abs. 1 NAV). gilt seit 08.11.2006 · gesetze-im-internet.de
- nur eingetragene Installationsunternehmen — Arbeiten an der elektrischen Anlage dürfen außer durch den Netzbetreiber nur durch ein Installationsunternehmen ausgeführt werden, das in das Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist (§ 13 Abs. 2 Satz 4 NAV). gilt seit 08.11.2006 · gesetze-im-internet.de
- Ausnahme Instandhaltung (nicht vor dem Zähler) — Diese Pflicht gilt nach § 13 Abs. 2 Satz 5 NAV nicht für Instandhaltungsarbeiten – ausgenommen der Abschnitt zwischen Hausanschlusssicherung und Messeinrichtung einschließlich Zähler. Welche Arbeiten konkret als Instandhaltung gelten, zählt die NAV nicht auf; das Anschließen einer Leuchte wird dort nicht ausdrücklich genannt. gilt seit 08.11.2006 · gesetze-im-internet.de
- Inbetriebsetzung durch Installationsunternehmen — Die Anlage hinter der Trennvorrichtung für die Inbetriebsetzung darf nur durch das Installationsunternehmen in Betrieb gesetzt werden (§ 14 Abs. 1 NAV). gilt seit 08.11.2006 · gesetze-im-internet.de
- CE / VDE / GS — Für die Anlage dürfen nur Materialien und Geräte verwendet werden, die nach den anerkannten Regeln der Technik hergestellt wurden; das wird vermutet, wenn die vorgeschriebene CE-Kennzeichnung vorhanden ist oder – wo keine CE-Kennzeichnung vorgeschrieben ist – etwa ein VDE- oder GS-Zeichen (§ 13 Abs. 2 NAV). gilt seit 08.11.2006 · gesetze-im-internet.de
- Eintragung nur mit Qualifikationsnachweis — Netzbetreiber (BDEW) und Elektrohandwerk (ZVEH) haben im Bundes-Installateurausschuss vereinbart, wie Installationsunternehmen in das Installateurverzeichnis eingetragen werden; Voraussetzung ist der Nachweis ausreichender fachlicher Qualifikation (Verbandsdokument, Ausgabe Januar 2024). bdew.de
- 5 Sicherheitsregeln — Für Arbeiten an elektrischen Anlagen nennt die Berufsgenossenschaft BG ETEM fünf Sicherheitsregeln: freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit feststellen, erden und kurzschließen, benachbarte unter Spannung stehende Teile abschranken. Die Spannungsfreiheit darf laut BG ETEM nur eine Elektrofachkraft oder eine geeignete unterwiesene Person prüfen. bgetem.de
In Häusern, die vor dem 31.10.1993 gebaut wurden, kann zusätzlich Asbest in Putz, Spachtel oder Fliesenkleber stecken. Ein Ortungsgerät zeigt das nicht; was die Behörden dazu sagen, steht unter Asbest im Altbau.
Wo das Ergebnis kippt
- Abgeschaltete Leitung. Ohne Spannung meldet der Leitungsmodus nichts. Licht und Verbraucher am betroffenen Stromkreis eingeschaltet lassen.
- Kupfer ist nicht Eisen. Die großen Metallwerte gelten für Eisen. Kupfer ortet der MultiFinder Plus laut Laserliner nur bis 5 cm.
- Dicker Putz. Liegt eine Leitung tiefer als 40 bis 60 mm, ist sie für alle fünf Geräte außer Reichweite, auch wenn sie da ist.
- Metall in der Nähe. Ein Treffer im Metallmodus kann Armierung, Rohr oder Leitung sein. Welches Objekt es ist, unterscheidet laut Datenblatt keines der fünf Geräte.
- Handhabung. Bosch schreibt zum Truvo, für genauere Ergebnisse sei die korrekte Handhabung nötig, und verweist auf die Schnell-Start-Anleitung. Wie das Gerät angesetzt wird, steht dort, nicht auf der Produktseite.
Was praktisch hilft
- Erst die Zonen, dann das Gerät. Bohrstelle mit den Installationszonen abgleichen, Schalter und Steckdosen in der Nähe senkrecht und waagerecht verlängern. Die Schritte stehen unter Leitungen in der Wand finden.
- Kreuzweise scannen. Einmal waagerecht, einmal senkrecht über die Stelle fahren und den Bereich markieren, nicht nur einen Punkt.
- Drei Modi nacheinander. Leitung, Metall, Holz. Ein Treffer in einem Modus reicht, um die Stelle zu verschieben.
- Dübel passend wählen. Wandart, Gewicht und Bohrer rechnet der Dübel-Finder, die Bohrer stehen im Bohrer-Set-Vergleich.
- Im Zweifel nicht bohren. Für Bilder und leichte Regale gibt es Lösungen ohne Loch, etwa unter Kleben statt Bohren. Ob Mieter bohren dürfen, steht unter Bohren in der Mietwohnung.
Was ich noch nicht weiß
- Wie tief die Geräte in einer echten Wand orten. Alle Werte sind Höchstwerte der Hersteller; Messungen an Putz, Ziegel und Beton fehlen.
- Kupfertiefe bei Bosch. Bosch nennt für Truvo und UniversalDetect einen Wert für alle Metalle; wie tief Kupfer allein geortet wird, steht nicht da.
- Kunststoffrohre. Der D-tect 120 nennt wassergefüllte Kunststoffrohre als Objekt, aber keine Tiefe.
- Betriebsdauer bei Bosch. Laserliner nennt ca. 3 und 5 Stunden, Bosch nur die Abschaltautomatik.
Häufige Fragen
Welcher Leitungssucher ist gut für Heimwerker?
Das hängt an der Wand. Für Mauerwerk mit Putz reicht ein Gerät, das spannungsführende Leitungen und Metall ortet: Bosch Truvo nennt 50 mm für Leitungen und 70 mm für Metall, bei 150 g und einer Taste. Wer auch Trockenbauwände hat, braucht die Holzortung für Ständer; die nennen UniversalDetect (25 mm), D-tect 120 (38 mm) und die beiden Laserliner (20 und 40 mm). Die tiefste Leitungsortung im Vergleich nennt Bosch für den D-tect 120 mit 60 mm. Alle Werte sind Höchstwerte laut Hersteller, keine Messung. Eine Leitung ohne Spannung findet der Leitungsmodus nicht; Laserliner nennt dafür den Metallmodus mit 4 cm.
Wie tief findet ein Leitungssucher Kabel in der Wand?
Für spannungsführende Leitungen nennen die Hersteller im Vergleich 40 bis 60 mm: Laserliner MultiFinder Plus und MultiScanner Plus je 4 cm, Bosch Truvo und UniversalDetect je 50 mm, Bosch Professional D-tect 120 60 mm. Die größeren Zahlen auf den Verpackungen, 100 oder 120 mm, gelten für Metall, vor allem Eisen. Kupfer allein nennt Laserliner beim MultiFinder Plus mit 5 cm. Die Tiefe ist ein Höchstwert; wie viel davon in einer bestimmten Wand bleibt, nennt kein Hersteller. Liegt eine Leitung tiefer im Putz, zeigt kein Gerät im Vergleich sie sicher an. Deshalb gehören die Installationszonen nach DIN 18015-3 dazu.
Findet ein Leitungssucher auch Leitungen ohne Strom?
Nur über den Metallmodus. Der Leitungsmodus reagiert auf das elektrische Wechselfeld; ist der Stromkreis aus, meldet er nichts. Laserliner schreibt, im Metallmodus würden auch nicht spannungsführende Leitungen unter Putz gefunden, und nennt dafür bei MultiFinder Plus und MultiScanner Plus 4 cm. Bosch nennt bei Truvo, UniversalDetect und D-tect 120 keine eigene Tiefe für Leitungen ohne Spannung, ortet aber Metall bis 70, 100 und 120 mm. Praktisch heißt das: Vor dem Scannen Licht und Geräte am betroffenen Stromkreis eingeschaltet lassen, damit die Leitung Spannung führt, und zusätzlich im Metallmodus scannen.
Leitungssucher Bosch oder Laserliner?
Beide Hersteller nennen ihre Werte unterschiedlich. Bosch gibt bei Truvo und UniversalDetect eine Tiefe für alle Metalle an und für spannungsführende Leitungen 50 mm; der D-tect 120 kommt auf 60 mm. Laserliner trennt Eisen und Kupfer und nennt für Leitungen 4 cm, dafür als einziger Hersteller auch eine Tiefe für Leitungen ohne Strom. Der MultiScanner Plus hat einen Akku mit USB-C, die anderen laufen mit Batterien, der D-tect 120 wahlweise mit 12-V-Akku von Bosch Professional. Eine Wertung nach Praxis gibt es hier nicht; verglichen sind nur die Datenblätter vom 27.10.2026.
Kann man sich auf einen Leitungssucher verlassen?
Nicht allein. Die Ortungstiefen sind Höchstwerte der Hersteller, die Genauigkeit gibt Bosch beim D-tect 120 mit ±10 mm an, und abgeschaltete Leitungen zeigt der Leitungsmodus nicht. Dazu kommt: Leitungen sollen nach DIN 18015-3 in Installationszonen liegen, die Norm gibt aber keine Gewähr, dass eine bestimmte Wand danach gebaut ist. Sinnvoll ist die Kombination: Zonen prüfen, kreuzweise in mehreren Modi scannen, im Zweifel die Bohrstelle verschieben. Arbeiten an der elektrischen Anlage dürfen laut § 13 NAV außer dem Netzbetreiber nur eingetragene Installationsunternehmen ausführen, mit einer Ausnahme für Instandhaltung.
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