Das Ladegerät ist beim Umzug verloren gegangen, oder der neue Schrauber kam als Solo-Gerät ohne Akku und Ladegerät. Im Angebot steht ein Ladegerät für die Hälfte des Originals, mit derselben Volt-Zahl. Ob es den vorhandenen Akku lädt, hängt am Akkusystem, nicht an der Spannung.
Alle Werte laut Hersteller, Stand 19.10.2026, Ladezeiten abgerufen am 27.10.2026. Keine Eigenmessung, kein Test.
Ein Ladegerät lädt nur die Akkus seines Systems
Werkzeugakkus sind Teil eines Akkusystems: Akku, Gerät und Ladegerät passen mechanisch und elektronisch zusammen. Die Hersteller schreiben das unterschiedlich deutlich:
- Ryobi: ONE+ Akkus brauchen ein ONE+ Ladegerät; Ladegeräte sind laut Ryobi nicht zwischen den Spannungsbereichen austauschbar, 36-V-Akkus brauchen ein 36-V-Ladegerät.
- Kärcher: Die Universalladegeräte laden 18-V- und 36-V-Akkus, alle anderen Kärcher-Ladegeräte sind nur für eine Voltklasse ausgelegt.
- Makita: Für LXT 18V nennt Makita DC18RC, DC18RD, DC18SF, DC18SE und DC18WC. LXT-Akkus laden am XGT-Schnellladegerät DC40RA oder DC40RB nur mit dem Ladeadapter ADP10. Details unter Makita-Ladegerät.
- HiKOKI: Alle Ladegeräte für 14,4- bis 36-V-Schiebeakkus laden laut HiKOKI die 18-V- und die MULTI-VOLT-Akkus.
- DeWalt: FLEXVOLT-Akkus laden laut DeWalt in den meisten DeWalt-Ladegeräten.
In einer Allianz gilt das System über Markengrenzen: Akkus und Ladegeräte sind laut CAS-Seite herstellerübergreifend kompatibel, bei Einhell Power X-Change laut Einhell alle Akkus mit allen Ladegeräten der Systemreihe. Bosch grün und Bosch blau sind dagegen zwei Systeme; welches Ladegerät wohin gehört, steht unter Bosch-Akku und AMPShare.
Welche Ladegeräte der Hersteller für ein System nennt, zeigt der Steckbrief, hier für zwei häufige Systeme:
Bosch 18V POWER FOR ALL (grün)
- Hersteller
- Bosch · Heimwerker (grün)
- Spannung
- 18 V
- Akkus laut Hersteller
- 1,5 Ah · 2,5 Ah · 4 Ah · 6 Ah
- Allianz
- POWER FOR ALL ALLIANCE (11 Marken)
- Geräte laut Hersteller
- mehr als 150 Produkte von mehr als 10 Marken der POWER FOR ALL ALLIANCE (Stand abgerufen 2026-10-19)
- Passt ohne Adapter auch in
- GARDENA 18V POWER FOR ALL (P4A)
- Laut Hersteller nicht kompatibel mit
- Bosch Professional 18V (AMPShare, blau)
- Ladegerät
- Bosch nennt für 14,4–18 V die Ladegeräte AL 18V-20, AL 18V-44, AL 1815 CV, AL 1880 CV und AL 2x18V-88; der PowerPlus-Akku ist laut Bosch mit allen Bosch 18V-Ladegeräten für Haus und Garten kompatibel.
Bosch wirbt mit „100% Kompatibilität seit 2007“ innerhalb des Systems; alle Varianten haben laut Produktseite den gleichen Anschluss. Die Kapazität 1,5 Ah ist nur als Spanne „1.5 – 2.5 Ah“ genannt. Nicht kompatibel mit Bosch Professional 18V (AMPShare): laut AMPShare-FAQ und GARDENA-FAQ unterschiedlich mechanisch codiert.
Quelle: Das Bosch 18V POWER FOR ALL Akkusystem. | Bosch DIY, geprüft am 19.10.2026
Makita LXT 18V
- Hersteller
- Makita · Profi
- Spannung
- 18 V
- Akkus laut Hersteller
- 1,5 Ah · 2 Ah · 3 Ah · 4 Ah · 5 Ah · 6 Ah · 9 Ah · 12 Ah
- Geräte laut Hersteller
- über 430 Maschinen und Gartengeräte mit 18V sowie 2x 18V (Stand abgerufen 2026-10-19)
- Laut Hersteller nicht kompatibel mit
- Makita XGT 40V max.
- Ladegerät
- Makita nennt DC18RC, DC18RD, DC18SF, DC18SE, DC18WC; mit dem Ladeadapter ADP10 lassen sich 14,4V- und 18V-LXT-Akkus auch am XGT-Schnellladegerät DC40RA/DC40RB laden.
Laut Makita-FAQ sind LXT 18V und XGT 40V max. untereinander nicht kompatibel (verstärkte Einschubschienen und größere Kontakte bei XGT). 36-V-Geräte der LXT-Reihe arbeiten mit zwei 18-V-LXT-Akkus. Die FAQ nennt „über 440“ Maschinen (Stand März 2024), die LXT-Seite „über 430“; Akkus der G-Serie sind laut Makita nicht mit LXT kompatibel.
Quelle: Häufig gestellte Fragen, geprüft am 19.10.2026
Für alle anderen Systeme wählt man den eigenen Akku im Akku-Checker; zu jedem System steht dort der Steckbrief mit Quelle.
Fremde Ladegeräte: Bosch rät zu Ladegeräten, die der Hersteller empfiehlt
Bosch schreibt in den Sicherheitshinweisen für seine Li-Ionen-Akkus, sie nur mit vom Hersteller empfohlenen Ladegeräten zu laden. Das Umweltbundesamt empfiehlt allgemein, nur die für den Akku vorgesehenen Ladegeräte zu verwenden. Ein Ladegerät „passend für“ eine Marke ist keine Herstelleraussage. Was Hersteller zu Fremdteilen und Garantie schreiben:
Fremdakkus und Akku-Adapter: Was Hersteller zu Garantie und Gebrauch sagen · geprüft am 19.10.2026
- Bosch: Schäden durch Nicht-Originalteile ausgeschlossen — Bosch schließt von seiner Herstellergarantie u. a. Mängel am Werkzeug aus, die durch Zubehör, Ergänzungs- oder Ersatzteile verursacht wurden, die keine Bosch-Originalteile sind, ebenso Werkzeuge, an denen Veränderungen vorgenommen wurden (Bosch-Garantiebedingungen, Stand 01.12.2021). gilt seit 01.12.2021 · bosch-pt.com
- Bosch: 2 Jahre, 3 mit Registrierung (nicht Akkus Heimwerker) — Die Bosch-Garantie beträgt zwei Jahre (bei gewerblicher Nutzung zwölf Monate) und lässt sich durch Online-Registrierung binnen vier Wochen auf drei Jahre verlängern – ausgenommen u. a. Akkupacks und Ladegeräte von Heimwerkergeräten. Gesetzliche Mängelansprüche gegen den Verkäufer bleiben laut Bosch unberührt. gilt seit 01.12.2021 · bosch-pt.com
- Bosch: Akku nur in Herstellerprodukten — In den Sicherheitshinweisen für seine Li-Ionen-Akkus schreibt Bosch, den Akku nur in Produkten des Herstellers zu verwenden, weil er nur so vor gefährlicher Überlastung geschützt sei, und ihn nur mit vom Hersteller empfohlenen Ladegeräten zu laden (Herstellerangabe Bosch). bosch-professional.com
- Makita: Fremdakku = Garantie für Werkzeug/Ladegerät ungültig — Makita schreibt in seinen Betriebsanleitungen sinngemäß: nur Original-Makita-Akkus verwenden; nicht originale oder veränderte Akkus können bersten und Brände oder Verletzungen verursachen, außerdem werde die Makita-Garantie für Werkzeug und Ladegerät ungültig. Für Unfälle mit nicht originalen oder veränderten Akkus übernimmt Makita nach eigener Angabe keine Haftung. icmsmakita.eu
- Makita: ungeeignetes Zubehör ausgeschlossen — Die Makita-Herstellergarantie (drei Jahre für registrierte Elektrowerkzeuge, zwei Jahre für registrierte Li-Ionen-Akkus) schließt u. a. Schäden durch ungeeignetes Zubehör sowie zerlegte oder mit Fremdteilen reparierte Geräte aus (Makita-Garantiebedingungen, Stand Juli 2026). makita.de
- Metabo: 3 Jahre Akku-Garantie, Ausschlüsse bei Fehlgebrauch — Metabo gewährt auf Akkupacks und Metabo-Ladegeräte drei Jahre Herstellergarantie ohne Registrierung. Ausgeschlossen sind u. a. unsachgemäße Anwendung wie die Verwendung nicht zugelassener Einsatzwerkzeuge sowie teilweise oder komplett demontierte Maschinen; gesetzliche Rechte bleiben laut Metabo unberührt (Allgemeine Garantiebedingungen, Stand 2025). portal.metabo-service.com
- Einhell: Drittanbieter-Akkus nicht registrierbar — Einhell bietet zwei Jahre Herstellergarantie auf Geräte und Akkus, bei Online-Registrierung binnen 30 Tagen drei Jahre auf Geräte und Power-X-Change-Akkus. Die Akku-Garantie gilt nur für Akkus aus dem Einhell-Sortiment; Akkus von Drittanbietern können nicht registriert werden. Kein Garantieanspruch besteht u. a. bei unsachgemäßer Verwendung oder Verwendung ungeeigneter Betriebsmittel. einhell.de
- DeWalt: 12 Monate, Akkus nicht in 3-Jahres-Verlängerung — DeWalt garantiert Elektrowerkzeuge zwölf Monate ab Kauf; die Verlängerung auf drei Jahre nach Registrierung gilt für berufliche Anwender und schließt Akkus (außer Powerstack) und Ladegeräte aus (DeWalt-Garantierichtlinien). dewalt.de
- Garantie zusätzlich zur Gewährleistung — Eine Herstellergarantie ist eine freiwillige zusätzliche Zusage; die Rechte daraus bestehen neben den gesetzlichen Mängelansprüchen gegen den Verkäufer (§ 443 Abs. 1 BGB). Garantiebedingungen eines Herstellers können deshalb die gesetzliche Gewährleistung nicht verkürzen. gesetze-im-internet.de
- Produkthaftung § 1 ProdHaftG — Nach dem Produkthaftungsgesetz haftet der Hersteller, wenn durch einen Fehler seines Produkts ein Mensch verletzt oder eine privat genutzte Sache beschädigt wird; die Haftung ist u. a. ausgeschlossen, wenn das Produkt den Fehler beim Inverkehrbringen noch nicht hatte (§ 1 ProdHaftG). Den Fehler, den Schaden und den Zusammenhang muss der Geschädigte beweisen. gesetze-im-internet.de
Adapter zwischen Marken behandelt die Seite Akku-Adapter.
Geladen wird bei Zimmertemperatur, in der Nähe und nicht nachts
Beim Laden ist laut Umweltbundesamt das Gefahrenpotenzial besonders hoch. Das UBA rät, möglichst an einem Ort mit Rauchmelder und ohne Brennbares in der Nähe zu laden, dabeizubleiben und nicht im Schlaf zu laden. Die Hersteller nennen unterschiedliche Ladetemperaturen: Bosch 0 bis +35 °C, Makita 10 bis 40 °C. Nach dem Laden soll man das Ladegerät laut UBA vom Netz trennen.
Akkus von Elektrowerkzeugen: Lagern, Laden, Transport und Flugreise · geprüft am 27.10.2026
- Lagern −20 bis +50 °C · Laden 0 bis +35 °C (Bosch) — Bosch gibt für seine Li-Ionen-Akkus an: nur bei Umgebungstemperaturen zwischen −20 °C und +50 °C betreiben und lagern (z. B. im Sommer nicht im Auto liegen lassen) und nur zwischen 0 °C und +35 °C laden (Herstellerangabe Bosch). bosch-professional.com
- Straße privat frei · Versand = Gefahrgut — Laut Bosch können Li-Ionen-Akkus vom Benutzer ohne weitere Auflagen auf der Straße transportiert werden. Beim Versand durch Dritte (z. B. Luftfracht, Spedition) gelten Gefahrgutvorgaben für Verpackung und Kennzeichnung; offene Kontakte sind abzukleben (Herstellerangabe Bosch). bosch-professional.com
- Bosch ECP: Schutz vor Überhitzung, Überlast, Tiefentladung — Bosch beschreibt seine Electronic Cell Protection (ECP) als speziellen Schutz der Akkuzellen, der Überhitzung, Überlastung und Tiefentladung verhindern soll (Herstellerangabe Bosch). bosch-pt.com
- Li-Ion: kein Memory-Effekt · Tiefentladung schadet — Laut Bosch-Glossar fällt bei fast leerem Akku die Spannung stark ab; wird unter die Grenzspannung weiter entladen, können die Zellen beschädigt werden. Einen Memory-Effekt gibt es bei Lithium-Ionen-Akkus laut Bosch nicht, sie können also auch ohne vollständige Entladung nachgeladen werden (Herstellerangabe Bosch). bosch-pt.com
- Lagern unter 50 °C · Laden 10 bis 40 °C · nach 6 Monaten nachladen (Makita) — Makita gibt an: Werkzeug und Akku nicht an Orten lagern oder benutzen, an denen 50 °C erreicht werden können; den Akku bei 10 bis 40 °C laden; einen Akku, der länger als sechs Monate nicht benutzt wurde, aufladen (Herstellerangabe Makita). icmsmakita.eu
- vor dem Leerlaufen laden · bei Nichtgebrauch abnehmen (Makita) — Makita rät in der Anleitung, den Akku zu laden, bevor er vollkommen erschöpft ist, einen voll geladenen Akku nicht erneut zu laden und den Akku bei Nichtbenutzung vom Werkzeug oder Ladegerät abzunehmen (Herstellerangabe Makita). icmsmakita.eu
- ab Werk 30 % · Abschaltung unter ca. 15 % (Makita) — Laut Makita-FAQ verlassen Makita-Akkus das Werk aus Sicherheitsgründen mit 30 % Ladung. Durch Selbstentladung bei Transport und Lagerung kann die Restladung unter etwa 15 % fallen; dann schaltet die Sicherheitselektronik mit Tiefentladeschutz ab, und der Akku gibt keine Leistung mehr ab. Nach dem Aufladen ist er laut Makita wieder voll einsatzbereit (Herstellerangabe Makita). makita.de
- 10–25 °C · Ladestand 40–50 % (Empfehlung) — Das Umweltbundesamt empfiehlt, Akkus am besten bei 10 bis 25 °C zu lagern, nicht im Kühlschrank (Kondenswasser), nicht im Gartenhaus oder hinter der Windschutzscheibe. Bei längerer Lagerung, etwa über den Winter, empfehlen laut UBA die Hersteller einen Ladestand von ca. 40 bis 50 %; weil sich der Akku dabei selbst entlädt, soll er bei Bedarf rechtzeitig wieder auf 50 % geladen werden. umweltbundesamt.de
- über +50 °C / unter −20 °C: Lebensdauer sinkt — Hohe Temperaturen, besonders über +50 °C, und sehr niedrige Temperaturen, besonders unter −20 °C, können laut Umweltbundesamt die Lebensdauer von Lithium-Akkus stark verkürzen. umweltbundesamt.de
- nachladen bis ca. 90 % · nicht leerfahren (UBA) — Das Umweltbundesamt empfiehlt, vollständiges Ent- und Aufladen zu vermeiden, frühzeitig nachzuladen und nur bis etwa 90 % zu laden sowie den Akku gegebenenfalls rechtzeitig auf 50 % zu laden, um eine Tiefentladung zu vermeiden, die die Lebensdauer verkürzt. umweltbundesamt.de
- Laden: vorgesehenes Ladegerät, Rauchmelder, nicht nachts — Beim Laden ist laut Umweltbundesamt das Gefahrenpotenzial besonders hoch. Das UBA empfiehlt, nur die für den Akku vorgesehenen Ladegeräte zu verwenden, möglichst an einem Ort mit Rauchmelder und ohne brennbare Gegenstände in der Nähe zu laden, in der Nähe zu bleiben und nicht während des Schlafens zu laden. umweltbundesamt.de
- nach dem Laden Ladegerät trennen — Das Umweltbundesamt rät, das Ladegerät nach dem Laden vom Netz zu trennen, um unnötige Wärme zu vermeiden. Geräte mit eingesetztem Akku dauerhaft am Netz zu betreiben, verringert laut UBA die Lebensdauer des Akkus. umweltbundesamt.de
- defekt: Pole abkleben, Glas, Sammelstelle — Beschädigte, verformte, aufgeblähte oder ausgelaufene Lithium-Akkus sollen laut Umweltbundesamt nicht weiter benutzt und nicht geöffnet werden. Das UBA rät, sie mit abgeklebten Polen in einem verschließbaren Behälter (z. B. Schraubdeckelglas) zur Sammelstelle zu bringen und das Personal auf den Schaden hinzuweisen. umweltbundesamt.de
- ≤ 100 Wh · 100–160 Wh mit Genehmigung — Im Passagiergepäck darf laut Luftfahrt-Bundesamt jede Lithium-Ionen-Batterie eine Nennenergie von höchstens 100 Wh haben; mit Genehmigung des Luftfahrtunternehmens sind über 100 Wh bis höchstens 160 Wh je Batterie erlaubt. lba.de
- Ersatzakkus nur Handgepäck · max. 2 über 100 Wh — Lose Lithium-Ersatzbatterien sind laut Luftfahrt-Bundesamt im aufgegebenen Gepäck verboten und dürfen nur ins Handgepäck. Bei Batterien, die eine Genehmigung des Luftfahrtunternehmens brauchen (über 100 Wh), sind höchstens zwei Ersatzbatterien pro Person erlaubt; Fluggesellschaften können strengere Regeln haben. lba.de
- Pole einzeln isolieren — Ersatzbatterien müssen einzeln gegen Kurzschluss gesichert sein, etwa in der Originalverpackung, durch Überkleben der Pole mit Klebeband oder in einem eigenen Kunststoffbeutel (ICAO-Tabelle 8-1, deutsche Fassung beim Luftfahrt-Bundesamt, Ausgabe 2025-2026 Addendum No. 1). lba.de
- 18 V × 5,0 Ah = 90 Wh — Die Nennenergie in Wattstunden ergibt sich rechnerisch aus Spannung mal Kapazität (Wh = V × Ah). Beispiel: Makita gibt für den Akku BL1850B 18 V, 5,0 Ah und 90 Wh an – also unter der 100-Wh-Grenze. makita.de
Einen Akku aus der kalten Garage oder dem heißen Auto lädt man also erst, wenn er im Bereich des Herstellers liegt. Wie man Akkus zwischen den Einsätzen aufbewahrt, steht unter Akku lagern.
Die Ladezeit hängt an Akku und Ladegerät
Makita veröffentlicht eine Ladezeiten-Tabelle je Akku. Für den BL1850B (18 V, 5,0 Ah) stehen dort je nach Ladegerät 35, 45, 110 und 135 Minuten, bei Mehrfachladegeräten mit drei bis vier Akkus 220 Minuten. Für den BL1815N (1,5 Ah) nennt Makita 15 bis 40 Minuten. Welche Zeit zu welchem Ladegerät gehört, ordnet die Seite nicht eindeutig zu. Andere Beispiele laut Hersteller:
- HiKOKI UC18YSL3 mit dem Akku BSL36A18X: 32 Minuten.
- Metabo ASC 290: LiHDX-Akkus in maximal 30 Minuten.
- Greenworks 24V: Schiebe-Ladegeräte mit 2 A oder 4 A, ohne Zeitangabe je Akku.
In der Makita-Tabelle brauchen größere Akkus am selben Ladegerät meist länger; der BL1820B mit 2,0 Ah ist mit seinem kürzesten Wert von 24 Minuten aber nicht schneller als der BL1830B mit 3,0 Ah (22 Minuten). Was Ah und Wh bedeuten, steht unter Ah und Wh.
Set oder Solo: Das Ladegerät entscheidet über den Preis des ersten Geräts
Werkzeuge gibt es als Set mit Akku und Ladegerät und als Solo-Gerät ohne beides. Wer schon Akkus eines Systems hat, braucht für das nächste Gerät kein weiteres Ladegerät. Wer ein neues System anfängt, kauft das erste Gerät im Set oder ein Starter-Set aus Akku und Ladegerät; Bosch legt dem 12V-Starter-Set laut Hersteller das GAL 1210 CV bei. Wie man das System nach dem vorhandenen Akku wählt, steht unter 18-V-Akku und Akkuschrauber für Anfänger.
Die Fallstricke
- Gleiche Spannung, anderes System. Ein 18-V-Ladegerät einer anderen Marke ist kein Ersatz.
- Ein Ladegerät für zwei Voltklassen. Bei Kärcher können das nur die Universalladegeräte, bei Ryobi keines.
- Laden im Schlafzimmer über Nacht. Das Umweltbundesamt rät ausdrücklich davon ab.
- Akku im Ladegerät vergessen. Das UBA rät, das Ladegerät nach dem Laden vom Netz zu trennen.
Was praktisch hilft
- Typenschild von Akku und Ladegerät fotografieren. Mit der Bezeichnung findet man Ersatz beim Hersteller.
- Ladeplatz festlegen. Nicht brennbare Unterlage, Rauchmelder in der Nähe, nicht im Schlafzimmer.
- Kalten Akku erst aufwärmen lassen. Laden im Temperaturbereich des Herstellers.
- Defektes Ladegerät richtig abgeben. Es ist ein Elektrogerät; Rücknahme unter Akku entsorgen.
Was ich noch nicht weiß
- Die Zuordnung der Makita-Ladezeiten. Die Tabelle trennt die Spalten im Text nicht eindeutig nach Ladegerät.
- Ladetemperaturen weiterer Hersteller. Ausgewertet sind Bosch und Makita; Einhell-Anleitungen waren nicht lesbar.
- Ladezeiten für die meisten Systeme. Viele Hersteller nennen sie nur je Produktseite.
- Ob ein Ladegerät mit Akku am Netz die Lebensdauer verkürzt. Das UBA sagt es für Geräte mit eingesetztem Akku, Werkzeughersteller habe ich dazu nicht gefunden.
Häufige Fragen
Kann man ein Akku Ladegerät für alle Marken nutzen?
Laut den Herstellern nicht. Ein Ladegerät gehört zu einem Akkusystem: Ryobi schreibt, ONE+ Akkus bräuchten ein ONE+ Ladegerät und Ladegeräte seien nicht einmal zwischen den eigenen Spannungsbereichen austauschbar. Kärcher-Universalladegeräte laden 18 V und 36 V, aber nur Kärcher-Akkus. Über Markengrenzen geht es nur innerhalb einer Allianz: Bei CAS sind Akkus und Ladegeräte laut Allianz-Seite herstellerübergreifend kompatibel, bei POWER FOR ALL und Einhell Power X-Change gilt das für die Geräte des Systems. Bosch rät in seinen Sicherheitshinweisen, Akkus nur mit vom Hersteller empfohlenen Ladegeräten zu laden. Der Akku-Checker auf toolrevier.de zeigt, welche Marken ein System teilen.
Wie lange dauert es, einen Akku zu laden?
Das hängt an Akku und Ladegerät. Makita nennt für den 18-V-Akku BL1850B mit 5,0 Ah je nach Ladegerät 35 bis 135 Minuten, an Mehrfachladegeräten mit drei bis vier Akkus 220 Minuten; für den kleinen BL1815N mit 1,5 Ah 15 bis 40 Minuten. HiKOKI gibt für das Ladegerät UC18YSL3 mit dem MULTI-VOLT-Akku BSL36A18X 32 Minuten an, Metabo für das ASC 290 maximal 30 Minuten bei LiHDX-Akkus. In der Makita-Tabelle laden größere Akkus am selben Gerät meist länger. Einen kalten oder heißen Akku lädt man erst, wenn er im Temperaturbereich des Herstellers liegt.
Darf man Akkus über Nacht laden?
Das Umweltbundesamt rät davon ab. Beim Laden ist das Gefahrenpotenzial von Lithium-Akkus laut UBA besonders hoch. Es empfiehlt, nur das für den Akku vorgesehene Ladegerät zu verwenden, möglichst an einem Ort mit Rauchmelder und ohne brennbare Gegenstände in der Nähe zu laden, in der Nähe zu bleiben und nicht während des Schlafens zu laden. Nach dem Laden soll das Ladegerät vom Netz getrennt werden. Die Hersteller nennen außerdem Temperaturbereiche fürs Laden: Bosch 0 bis 35 °C, Makita 10 bis 40 °C. In der Makita-Tabelle reichen die Ladezeiten je nach Akku und Ladegerät von 15 bis 260 Minuten.
Welches Ladegerät für Bosch Akku?
Das hängt an der Farbe. Für grüne Bosch-Akkus (POWER FOR ALL, 14,4 bis 18 V) nennt Bosch die Ladegeräte AL 18V-20, AL 18V-44, AL 1815 CV, AL 1880 CV und AL 2x18V-88; der PowerPlus-Akku ist laut Bosch mit allen Bosch-18V-Ladegeräten für Haus und Garten kompatibel. Für blaue Bosch-Professional-Akkus (AMPShare) nennt Bosch unter anderem GAL 18V-40, GAL 18V-160, GAL 1880 CV und GAL 12V/18V-80, kompatibel mit allen 18-V-Akkus des Systems seit 2008. Für 12 V grün nennt Bosch das GAL 12V-20. Grün und blau sind laut AMPShare-FAQ nicht kompatibel.
Weiterlesen
- Akku-Checker — Steckbrief mit Ladegeräten je System, alle Werkzeuge unter Werkzeuge
- Makita-Ladegerät — DC18RC, DC40RA und ADP10
- Akku lagern — Temperatur und Ladestand
- Akku tiefentladen — wenn der Akku nicht mehr lädt
- Power for All — ein Akku für mehrere Marken
- So arbeite ich — Herstellerdaten statt Test
