Im Regal liegen drei Akkus: 18 V mit 2,0 Ah, 18 V mit 5,0 Ah und einer mit 36 V und 2,5 Ah. Welcher hält am längsten, welcher darf mit in den Urlaub, und warum hat der 36-V-Akku weniger Ah als der große 18-V-Akku. Die drei Zahlen auf dem Typenschild beantworten das, wenn man sie miteinander verrechnet.
Alle Werte laut Hersteller und Behörde, Stand 19.10.2026, ergänzt am 27.10.2026; Tabellenwerte rein rechnerisch. Keine Eigenmessung, kein Test.
Ah ist die Ladungsmenge, Wh die Energie: Wh = V × Ah
Drei Angaben stehen auf einem Werkzeugakku:
- Volt (V), die Spannung. Sie legt fest, zu welcher Geräteklasse der Akku gehört, etwa 12, 18 oder 36 V.
- Amperestunden (Ah), die Ladungsmenge. Ein Akku mit 5,0 Ah kann rechnerisch eine Stunde lang 5 Ampere liefern.
- Wattstunden (Wh), die gespeicherte Energie. Manche Hersteller drucken sie auf, andere nicht.
Die Energie ergibt sich rechnerisch aus Spannung mal Kapazität. Makita gibt für den Akku BL1850B 18 V, 5,0 Ah und 90 Wh an, also 18 × 5,0 = 90. Wer zwei Akkus vergleichen will, vergleicht die Wattstunden, nicht die Amperestunden.
Gleiche Energie, andere Ah: Die Spannung gehört immer dazu
Ah-Angaben lassen sich nur bei gleicher Spannung vergleichen. Drei Beispiele aus der Datenbank:
- HiKOKI MULTI VOLT: Der BSL36A18 hat laut HiKOKI 36 V mit 2,5 Ah oder, im 18-V-Gerät, 18 V mit 5,0 Ah. Rechnerisch sind beides 90 Wh, derselbe Akku. Der BSL36B18 hat 36 V/4,0 Ah oder 18 V/8,0 Ah, rechnerisch je 144 Wh.
- DeWalt FLEXVOLT: DeWalt gibt die Ah im 18-V-Modus an, etwa 9,0 Ah beim DCB547; rechnerisch 18 × 9,0 = 162 Wh. Den DCB546 nennt DeWalt nur mit 108 Wh.
- Zwei Akkus in einem Gerät: Einhell-36-V-Geräte nehmen zwei 18-V-Akkus gleichzeitig auf, Greenworks-48-V-Geräte zwei 24-V-Akkus. Die Energie beider Akkus addiert sich.
Mehr zu den Systemen unter HiKOKI-Akku, DeWalt-Akku und Einhell Power X-Change.
„12V max.“ und „40V max.“ sind keine Nennspannung
Manche Hersteller drucken die maximale Spannung auf, andere die Nennspannung. Makita gibt „12V max.“ und „40V max.“ an; das 12V-max.-System umfasst laut Makita die früheren 10,8-V-Geräte. Bosch Professional schreibt, die 12 gebe die maximale Akkuspannung an und die Produkte seien dieselbe Spannungsklasse wie die früheren 10,8-V-Geräte. STIHL nennt beides: für den AS 2 10,8 V Nennspannung, max. 12 V und 28 Wh, für den AK 20 36 V Nennspannung, max. 40 V und 144 Wh. Kärcher ordnet 20-V- und 40-V-Angaben anderer Hersteller technisch als 18 V und 36 V ein.
Die Wh-Angaben von Makita und STIHL passen zur Nennspannung. Beim AK 20 ergibt 144 Wh durch 36 V rechnerisch 4,0 Ah, beim BL1850B passt 18 V × 5,0 Ah zu den angegebenen 90 Wh. Wer mit der Max-Angabe rechnet, kommt auf zu hohe Werte. Warum gleiche Volt-Zahl trotzdem nicht gleicher Akku heißt, steht unter 18-V-Akku.
Mehr Ah heißt längere Laufzeit und längere Ladezeit
Makita schreibt in der FAQ: Je höher die Amperestunden des eingesetzten Akkus, desto länger ist die Laufzeit der Maschine. Einhell empfiehlt für Kappsägen und Nass-Trockensauger Akkus ab 4,0 Ah, obwohl grundsätzlich alle Power-X-Change-Akkus in alle Geräte passen. Eine Laufzeit in Minuten nennen die Hersteller nicht allgemein, sie hängt am Gerät und an der Arbeit.
Auch die Ladezeit wächst mit: Makita nennt für den BL1815N mit 1,5 Ah 15 bis 40 Minuten, für den BL1850B mit 5,0 Ah 35 bis 135 Minuten, je nach Ladegerät. Mehr dazu unter Akku-Ladegerät und Makita-Ladegerät.
Umrechnung für 18-V-Akkus und was davon ins Flugzeug darf
Im Passagiergepäck darf laut Luftfahrt-Bundesamt jede Lithium-Ionen-Batterie höchstens 100 Wh haben, mit Genehmigung der Fluggesellschaft über 100 bis höchstens 160 Wh. Lose Ersatzakkus gehören nur ins Handgepäck, über 100 Wh höchstens zwei pro Person. Rein rechnerisch, für 18 V Nennspannung:
| 18-V-Akku | Wh (18 × Ah) | Passagiergepäck laut LBA |
|---|---|---|
| 1,5 Ah | 27 Wh | bis 100 Wh erlaubt |
| 2,0 Ah | 36 Wh | bis 100 Wh erlaubt |
| 3,0 Ah | 54 Wh | bis 100 Wh erlaubt |
| 4,0 Ah | 72 Wh | bis 100 Wh erlaubt |
| 5,0 Ah | 90 Wh | bis 100 Wh erlaubt |
| 6,0 Ah | 108 Wh | nur mit Genehmigung |
| 8,0 Ah | 144 Wh | nur mit Genehmigung |
| 9,0 Ah | 162 Wh | über 160 Wh, keine Erlaubnis genannt |
| 12,0 Ah | 216 Wh | über 160 Wh, keine Erlaubnis genannt |
Steht auf dem Akku ein eigener Wh-Wert, gilt dieser. Ob Airlines lose Werkzeugakkus als Ersatzbatterien behandeln, sagt das LBA nicht ausdrücklich; vorher bei der Fluggesellschaft fragen.
Akkus von Elektrowerkzeugen: Lagern, Laden, Transport und Flugreise · geprüft am 27.10.2026
- Lagern −20 bis +50 °C · Laden 0 bis +35 °C (Bosch) — Bosch gibt für seine Li-Ionen-Akkus an: nur bei Umgebungstemperaturen zwischen −20 °C und +50 °C betreiben und lagern (z. B. im Sommer nicht im Auto liegen lassen) und nur zwischen 0 °C und +35 °C laden (Herstellerangabe Bosch). bosch-professional.com
- Straße privat frei · Versand = Gefahrgut — Laut Bosch können Li-Ionen-Akkus vom Benutzer ohne weitere Auflagen auf der Straße transportiert werden. Beim Versand durch Dritte (z. B. Luftfracht, Spedition) gelten Gefahrgutvorgaben für Verpackung und Kennzeichnung; offene Kontakte sind abzukleben (Herstellerangabe Bosch). bosch-professional.com
- Bosch ECP: Schutz vor Überhitzung, Überlast, Tiefentladung — Bosch beschreibt seine Electronic Cell Protection (ECP) als speziellen Schutz der Akkuzellen, der Überhitzung, Überlastung und Tiefentladung verhindern soll (Herstellerangabe Bosch). bosch-pt.com
- Li-Ion: kein Memory-Effekt · Tiefentladung schadet — Laut Bosch-Glossar fällt bei fast leerem Akku die Spannung stark ab; wird unter die Grenzspannung weiter entladen, können die Zellen beschädigt werden. Einen Memory-Effekt gibt es bei Lithium-Ionen-Akkus laut Bosch nicht, sie können also auch ohne vollständige Entladung nachgeladen werden (Herstellerangabe Bosch). bosch-pt.com
- Lagern unter 50 °C · Laden 10 bis 40 °C · nach 6 Monaten nachladen (Makita) — Makita gibt an: Werkzeug und Akku nicht an Orten lagern oder benutzen, an denen 50 °C erreicht werden können; den Akku bei 10 bis 40 °C laden; einen Akku, der länger als sechs Monate nicht benutzt wurde, aufladen (Herstellerangabe Makita). icmsmakita.eu
- vor dem Leerlaufen laden · bei Nichtgebrauch abnehmen (Makita) — Makita rät in der Anleitung, den Akku zu laden, bevor er vollkommen erschöpft ist, einen voll geladenen Akku nicht erneut zu laden und den Akku bei Nichtbenutzung vom Werkzeug oder Ladegerät abzunehmen (Herstellerangabe Makita). icmsmakita.eu
- ab Werk 30 % · Abschaltung unter ca. 15 % (Makita) — Laut Makita-FAQ verlassen Makita-Akkus das Werk aus Sicherheitsgründen mit 30 % Ladung. Durch Selbstentladung bei Transport und Lagerung kann die Restladung unter etwa 15 % fallen; dann schaltet die Sicherheitselektronik mit Tiefentladeschutz ab, und der Akku gibt keine Leistung mehr ab. Nach dem Aufladen ist er laut Makita wieder voll einsatzbereit (Herstellerangabe Makita). makita.de
- 10–25 °C · Ladestand 40–50 % (Empfehlung) — Das Umweltbundesamt empfiehlt, Akkus am besten bei 10 bis 25 °C zu lagern, nicht im Kühlschrank (Kondenswasser), nicht im Gartenhaus oder hinter der Windschutzscheibe. Bei längerer Lagerung, etwa über den Winter, empfehlen laut UBA die Hersteller einen Ladestand von ca. 40 bis 50 %; weil sich der Akku dabei selbst entlädt, soll er bei Bedarf rechtzeitig wieder auf 50 % geladen werden. umweltbundesamt.de
- über +50 °C / unter −20 °C: Lebensdauer sinkt — Hohe Temperaturen, besonders über +50 °C, und sehr niedrige Temperaturen, besonders unter −20 °C, können laut Umweltbundesamt die Lebensdauer von Lithium-Akkus stark verkürzen. umweltbundesamt.de
- nachladen bis ca. 90 % · nicht leerfahren (UBA) — Das Umweltbundesamt empfiehlt, vollständiges Ent- und Aufladen zu vermeiden, frühzeitig nachzuladen und nur bis etwa 90 % zu laden sowie den Akku gegebenenfalls rechtzeitig auf 50 % zu laden, um eine Tiefentladung zu vermeiden, die die Lebensdauer verkürzt. umweltbundesamt.de
- Laden: vorgesehenes Ladegerät, Rauchmelder, nicht nachts — Beim Laden ist laut Umweltbundesamt das Gefahrenpotenzial besonders hoch. Das UBA empfiehlt, nur die für den Akku vorgesehenen Ladegeräte zu verwenden, möglichst an einem Ort mit Rauchmelder und ohne brennbare Gegenstände in der Nähe zu laden, in der Nähe zu bleiben und nicht während des Schlafens zu laden. umweltbundesamt.de
- nach dem Laden Ladegerät trennen — Das Umweltbundesamt rät, das Ladegerät nach dem Laden vom Netz zu trennen, um unnötige Wärme zu vermeiden. Geräte mit eingesetztem Akku dauerhaft am Netz zu betreiben, verringert laut UBA die Lebensdauer des Akkus. umweltbundesamt.de
- defekt: Pole abkleben, Glas, Sammelstelle — Beschädigte, verformte, aufgeblähte oder ausgelaufene Lithium-Akkus sollen laut Umweltbundesamt nicht weiter benutzt und nicht geöffnet werden. Das UBA rät, sie mit abgeklebten Polen in einem verschließbaren Behälter (z. B. Schraubdeckelglas) zur Sammelstelle zu bringen und das Personal auf den Schaden hinzuweisen. umweltbundesamt.de
- ≤ 100 Wh · 100–160 Wh mit Genehmigung — Im Passagiergepäck darf laut Luftfahrt-Bundesamt jede Lithium-Ionen-Batterie eine Nennenergie von höchstens 100 Wh haben; mit Genehmigung des Luftfahrtunternehmens sind über 100 Wh bis höchstens 160 Wh je Batterie erlaubt. lba.de
- Ersatzakkus nur Handgepäck · max. 2 über 100 Wh — Lose Lithium-Ersatzbatterien sind laut Luftfahrt-Bundesamt im aufgegebenen Gepäck verboten und dürfen nur ins Handgepäck. Bei Batterien, die eine Genehmigung des Luftfahrtunternehmens brauchen (über 100 Wh), sind höchstens zwei Ersatzbatterien pro Person erlaubt; Fluggesellschaften können strengere Regeln haben. lba.de
- Pole einzeln isolieren — Ersatzbatterien müssen einzeln gegen Kurzschluss gesichert sein, etwa in der Originalverpackung, durch Überkleben der Pole mit Klebeband oder in einem eigenen Kunststoffbeutel (ICAO-Tabelle 8-1, deutsche Fassung beim Luftfahrt-Bundesamt, Ausgabe 2025-2026 Addendum No. 1). lba.de
- 18 V × 5,0 Ah = 90 Wh — Die Nennenergie in Wattstunden ergibt sich rechnerisch aus Spannung mal Kapazität (Wh = V × Ah). Beispiel: Makita gibt für den Akku BL1850B 18 V, 5,0 Ah und 90 Wh an – also unter der 100-Wh-Grenze. makita.de
Die Fallstricke
- Ah über Spannungen hinweg vergleichen. 2,5 Ah bei 36 V sind so viel Energie wie 5,0 Ah bei 18 V.
- Mit Max-Spannung rechnen. Die Wh-Angaben der Hersteller passen zur Nennspannung.
- FLEXVOLT im Flugzeug. 9,0 Ah im 18-V-Modus sind rechnerisch 162 Wh.
- Ah als Kompatibilität verstehen. Ah sagen nichts darüber, ob ein Akku in ein Gerät passt; das klärt der Akku-Checker.
Was praktisch hilft
- Typenschild lesen. V und Ah notieren, Wh ausrechnen oder ablesen.
- Für schwere Geräte größere Akkus. Einhell nennt ab 4,0 Ah für Kappsäge und Nass-Trockensauger.
- Für Reisen den kleinen Akku. Bis 5,0 Ah bei 18 V bleibt man rechnerisch unter 100 Wh.
- Pole isolieren. Ersatzakkus laut ICAO einzeln gegen Kurzschluss sichern.
Was ich noch nicht weiß
- Laufzeiten in Minuten. Kein Hersteller nennt sie geräteunabhängig.
- Gewicht je Ah. Akkugewichte habe ich nicht systematisch ausgewertet.
- Wie Airlines Werkzeugakkus einstufen. Das LBA verweist auf die Luftfahrtunternehmen.
- Wh-Angaben aller Akkus. Viele Hersteller drucken nur V und Ah auf.
Häufige Fragen
Was bedeutet Ah beim Akku?
Ah steht für Amperestunden und gibt die Ladungsmenge des Akkus an. Ein 18-V-Akku mit 5,0 Ah kann rechnerisch eine Stunde lang 5 Ampere liefern. Makita schreibt dazu: Je höher die Amperestunden des eingesetzten Akkus, desto länger ist die Laufzeit der Maschine. Vergleichen lassen sich Ah aber nur bei gleicher Spannung. Die gespeicherte Energie in Wattstunden ergibt sich rechnerisch aus Volt mal Amperestunden; Makita gibt für den BL1850B mit 18 V und 5,0 Ah 90 Wh an. Ein 36-V-Akku mit 2,5 Ah speichert also dieselbe Energie wie ein 18-V-Akku mit 5,0 Ah. Ob ein Akku in ein Gerät passt, sagen die Ah nicht.
Wie rechnet man Ah in Wh um?
Wattstunden sind Spannung mal Amperestunden: Wh = V × Ah. Ein 18-V-Akku mit 4,0 Ah hat rechnerisch 72 Wh, einer mit 5,0 Ah 90 Wh; Makita gibt für den BL1850B genau 18 V, 5,0 Ah und 90 Wh an. Die Herstellerangaben passen zur Nennspannung, nicht zu Max-Angaben wie „12V max.“ oder „40V max.“. STIHL nennt für den AK 20 36 V Nennspannung, max. 40 V und 144 Wh; 144 durch 36 ergibt 4,0 Ah. Umgekehrt erhält man die Ah, indem man die Wh durch die Nennspannung teilt. Steht auf dem Akku ein eigener Wh-Wert, ist dieser maßgeblich.
Darf man einen Werkzeugakku mit ins Flugzeug nehmen?
Das Luftfahrt-Bundesamt erlaubt im Passagiergepäck Lithium-Ionen-Batterien bis 100 Wh je Batterie, über 100 bis 160 Wh nur mit Genehmigung der Fluggesellschaft. Lose Ersatzbatterien dürfen nur ins Handgepäck, über 100 Wh höchstens zwei pro Person, und ihre Pole müssen einzeln gegen Kurzschluss gesichert sein. Ein 18-V-Akku mit 5,0 Ah hat rechnerisch 90 Wh und liegt unter der Grenze, einer mit 6,0 Ah mit 108 Wh darüber. Ob Airlines lose Werkzeugakkus als Ersatzbatterien behandeln, sagt das LBA nicht ausdrücklich; Fluggesellschaften können strengere Regeln haben, deshalb vorher dort fragen.
Ist ein Akku mit mehr Ah besser?
Er speichert bei gleicher Spannung mehr Energie und hält laut Makita länger durch. Einhell empfiehlt für Kappsägen und Nass-Trockensauger Akkus ab 4,0 Ah, obwohl grundsätzlich alle Power-X-Change-Akkus in alle Geräte des Systems passen. Dafür lädt ein größerer Akku länger: Makita nennt für den BL1815N mit 1,5 Ah 15 bis 40 Minuten, für den BL1850B mit 5,0 Ah 35 bis 135 Minuten, je nach Ladegerät. Fürs Flugzeug zählt die Wh-Grenze von 100 Wh, die ein 18-V-Akku ab 6,0 Ah rechnerisch überschreitet. Welche Größe sinnvoll ist, hängt also am Gerät und an der Arbeit.
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